Wer ich bin

Ich bin Dr.  (phil.)  Serçin Şahin,  Resilienztrainerin und promovierte Sozial-und Bildungswissenschaftlerin. 

Meine fachlichen Kompetenzen:

Meine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Milieu- und Habitusforschung, der Geschlechterungleichheit, der Bildungsforschung, der Migrationssoziologie sowie der politischen und gesellschaftlichen Partizipation. Dabei untersuche ich, wie Lebensbedingungen die Gesundheit von Menschen beeinflussen – und welche Faktoren dazu beitragen, dass sie trotz gesellschaftlicher Herausforderungen resilient und handlungsfähig bleiben.

Diese Themen lehre ich zudem als Dozentin an einer Hochschule.

Heute vermittle ich dieses Wissen in Trainings und Workshops – verständlich, praxisnah und alltagsorientiert.

Monographien:

Sahin, Sercin (2024): Heiratsmigration und gesellschaftliche Partizipation. Eine Habitusanalyse türkeistämmiger Heiratsmigrantinnen. Münster/New York: Waxmann.
Verlagslink: https://www.waxmann.com/buch4917

Sahin, Sercin (2024): Heiratsmigration und gesellschaftliche Partizipation. Eine Habitusanalyse türkestämmiger Heiratsmigrantinnen. In.: Sen et. al.: Utopien sozialer Arbeit.Beltz Juventa Verlag, Weinheim Basel.

Sahin, Sercin (2023): Türkiye Kökenli Evlilik Göçmenleri Örneğinde Habitus Analizi. In: Bakioglu, Akin et al. (Hrsg.): Krizler Caginin Toplumsal Halleri. Ulusal Sosyoloji Kongresi - Bildiriler Kitabi. 20 - 22 Eylül 2023 Galatasaray Üniversitesi. Sosyoloji. Derneği Yayın No: 28.ISBN: 978-975-98503-9-5

Sahin, Sercin (2023): Habitus Analysis of Turkish Origin Marriage Migrants. In: Varoglu, Abdulkadir et al. (Hrsg.): Busoc 2023. International Congress of Sociology. Baskent University.
Link: https://busoc.baskent.edu.tr/kw/genel.php?dil=EN&id=168783

Sahin, Sercin (2023):  Evlilik Göcü ve Toplumsal Katilim: Türkiye Kökenli (Bayan-) Evlilik Göcmenleri’nin Habitus Analizi. In: Mücen, Paris & Ögütle, Vefa Saygın (Hrsg:): VII Iliskisel Sosyal Bilimler Kongresi. Ortadoğu Teknik Üniversitesi - 4- 5 Mayıs 2023. Phoenix Yayınevi, Ankara/Middle East Technical University in Ankara/Türkei

Wie meine Erfahrungen meine Perspektive auf Resilienz geprägt haben:

Resilienz ist für mich nicht nur ein wissenschaftliches Konzept, sondern auch Teil meiner eigenen Lebensgeschichte.

Als zugewanderte Frau habe ich erlebt, wie Sprache, Bildungschancen, gesellschaftliche Strukturen und Zugehörigkeit Lebenswege prägen. Auch die Vereinbarkeit von Mutterschaft, wissenschaftlicher Laufbahn und persönlichen Herausforderungen hat meinen Blick auf Resilienz nachhaltig geprägt.

Aus meiner Perspektive als Migrations-, Milieu- und Habitusforscherin bedeutet Resilienz deshalb mehr als persönliche Stärke. Sie beschreibt auch Handlungsfähigkeit unter sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen.

Frauen – besonders in migrationsgeprägten Lebenskontexten – entwickeln Resilienz nicht unabhängig von ihrem Umfeld. Sie wird auch durch soziale und gesellschaftliche Bedingungen beeinflusst, zum Beispiel durch:

  • Geschlecht
  • soziale Herkunft
  • institutionelle Barrieren
  • gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung

Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf die einzelne Person zu schauen, sondern auch auf die Bedingungen, unter denen sie lebt und handelt.

Mein Verständnis von Resilienz

Resilienz bedeutet für mich daher:

die Fähigkeit, trotz ungleicher Ausgangsbedingungen Bildungs- und Lebenswege aktiv zu gestalten – und zugleich die gesellschaftlichen Bedingungen sichtbar zu machen, die Handlungsmöglichkeiten eröffnen oder begrenzen.

In meiner wissenschaftlichen Arbeit verbinde ich Habitusforschung, Ungleichheitsanalyse und machtkritische Bildungsforschung mit einer reflexiven Perspektive auf biografische Prozesse.

Was daraus für meine Arbeit folgt:

Resilienz bedeutet für mich nicht, Belastungen einfach auszuhalten. Es geht darum, die eigenen Ressourcen zu erkennen, Selbstwirksamkeit zu stärken und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Gleichzeitig dürfen gesellschaftliche Bedingungen nicht aus dem Blick geraten. Denn Menschen können ihre Potenziale besonders dann entfalten, wenn sie Teilhabe, Anerkennung und echte Gestaltungsmöglichkeiten erfahren.

Diese Perspektive verbinde ich in meiner wissenschaftlichen Arbeit und in meinen Resilienztrainings: ressourcenorientiert, biografiesensibel und mit Blick auf die Lebensrealitäten von Frauen.

Vita

Studium

  • 2017- 2024 Promotion an der Leibniz Universität Hannover (Note: magna cum laude)
  • 2010 - 2013 Master of Arts (Bildungswissenschaften) an der Leibniz Universität Hannover

           Titel der Masterarbeit: "Psychische Belastungen und Akkultrationsstrategien von MigrantInnen                   unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses des Bildungsstatus"

  • 2007 - 2010 Bachelor of Arts (Sozialwissenschaften) an der Leibniz Universität Hannover
     Titel der Bachelorarbeit: "Der Einfluss gesellschaftlicher Desintegrationsprozesse auf die Gewaltbereitschaft bei jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund"
  • 2003 - 2005 Vordiplom (PR. Öffentlichkeitsarbeit) an der Universität Anadolu/Türkei mit Ehrenurkunde

Wissenschaftliche Anerkennung

  • 2023 Förderung Abschlussphase der Promotion durch Leibniz Universität Hannover

Berufserfahrung

  • seit 2024 Lehrbeuaftragte für Sozialstrukturanalyse und qualitative Methode an der Hochschule Merseburg
  • 04/2022-11/2022 Projektmitarbeiterin im Arbeitsbereich qualitative Datenerhebung an der Hochschule Bremen, Institut für Gesellschaftswissenschaften
  • 2017 -2019 Lehrbeauftragte im Fachsprachenzentrum der Leibniz Universität Hannover
  • 07/2016-11/2016 Sozial-und Integrationsberatung im Sozialverband Landkreis Schaumburg
  • 04/2015-07/2015 Wissenschaftliche Hilfskraft an der RKW-Hannover/Beratungszentrum der Deutschen Wirtschaft
  • 09/2014-01/2015 Gastdozentin an der Offenen Frauenuniversität Hannover
  • 04/12 -11/12 Mitarbeit im Bereich Sozialpsychiatrie an der medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Akkultrationsforschung im Kontext der Migration, mit Schwerpunkt auf psychischen Belastungen und Akkultrationsprozessen
  • 2007 Lehrtätigkeit an der Haupt-und Realschule am Schlosspark im AG-Bereich in Stadthagen
  • 2006 - 2016 Dozentin im Bereich der Erwachsenenbildung/VHS-Stadthagen/Hameln/Minden

Berufliche Weiterbildungen

2025 Qualifizierung zur zertifizierten Resilienztrainerin, Resilienz-Akademie Göttinge. „Resilienz Fundamentals Teil 1  und Teil 2 – Stress und Burn-out / Fachwissen in Training und Beratung"

09/25 Intensivfortbildung  „Resilienz Fundamentals Teil 2  – Stress und Burn-out / Fachwissen in Training und Beratung“ an der Resilienz Akademie Göttingen im Rahmen der Qualifizierung zur zertifizierten Resilienztrainerin

02/17-09/17 intensive Teilnahme an dem Mentoringprogramm für Doktorand*innen an der Leibniz Universität Hannover

02/17-09/17 Intensive Teilnahme an dem Qualifizierungsprogramm "Promotion plus" an der Grauduierten Akademie der Leibniz Universität Hannover

04/16 Fortbildung Erweiterte konzeptionelle Grundlagen der Intervention und Beratung bei der Leibniz Universität Hannover

09/16-02/17 Qualifizierung zur Gesundheitsmediatorin im MiMi Projekt mit Schwerpunkt interkulturelle Suchthilfe, Ethno-Medizinisches Zentrum Hannover

06/16-08/16 Qualifizierung zur Gesundheitmediatorin im MiMi Projekt mit Schwerpunkt Gewaltprävention bei geflüchteten Frauen und Mädchen, Ethno-Medizinisches Zentrum Hannover.

09/09 Teilnahme an dem Qualifizierungsprogramm zum interkulturellen Projektmanagement an der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Nds. Mitte GmbH in Hannover

2013-2015 Teilnahme an mehrstufigen Methodenqualifizierungen zu qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden an der Leibniz Universität Hannover

Wissenschaftliche Vorträge

11/25 Vortrag auf der Tagung zu Geschlecht-Herrschaft-Visualität an der Universität Bielefeld

05/23 Vortrag auf dem sozialwissenschaftlichem Kongress an der Middle eas technical University in Ankara/Türkei

09/23 Vortrag auf einem nationalen Soziologiekongress an der Galatasaray Universität in Istanbul/Türkei

10/23 Vortrag auf dem internationalen Soziologiekongress an der Baskent Universität in Ankara/Türkei

11/22 Vortrag auf der Fachtagung der Sozialwissenschaften der internationalen Hochschule-Hannover (IU-Hannover)

12/21 Vortrag auf dem Symposium der Migrationssoziologie in Tarsus/Türkei

09/19 Vortrag auf dem IX Soziologiekongress an der Universität für Sozialwissenschaften in Ankara/Türkei

Wissenschaftliche Mitgliedschaften

seit 2017 Mitglied im überregionalen Forschungskolloquium für Habitus und Milieuforschungen

Gesellschaftliches & Ehrenamtliches Engagement

seit 2026 Vorstandmitglied, Can Arkadas - Verein für interkulturelle Erziehung, Bildung, Kultue und Sport e.V., Hannover

seit 2025 Mitglied der Arbeitsgruppe  Demokratie, an der Hochschule Merseburg

seit 2022 Mitglied im Politfix-Netzwerk Niedersachen: Politische Teilhabe von Frauen mit Migrationsbiographie

seit 2019 Mitglied bei NEMIA: Netzwerk für die Integration von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt

Was mich stärkt

Neben meiner wissenschaftlichen und praktischen Arbeit spielen auch persönliche Ressourcen und achtsame Ausgleichsformen eine wichtige Rolle in meinem Alltag.

Besonders Kraft und innere Balance finde ich in:

Waldbaden und Naturerfahrungen 

  • Tai Chi und Qi Gong 
  • Achtsamkeit und bewusster Selbstregulation 
  • Malen und kreativen Ausdrucksformen 
  • sportlichen Aktivitäten und Bewegung 
  • Tanz und Musik 

Diese Erfahrungen prägen auch meine Perspektive auf Resilienz: Psychische Widerstandskraft entsteht nicht nur auf kognitiver Ebene, sondern auch durch Körperwahrnehmung, Kreativität, Bewegung, soziale Verbundenheit und bewusste Selbstfürsorge.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.