Dr. Serçin Şahin
Resilienztrainerin
für Frauen in der Einwanderungsgesellschaft
Promovierte Sozial- und Bildungswissenschaftlerin | Hochschuldozentin | Zertifizierte Resilienz-Trainerin | Autorin
Stärke - Wachstum - Balance

Ich unterstütze Frauen dabei, ihre Stärken zu entdecken, ihre Resilienz zu stärken und mit Stress besser umzugehen – insbesondere Frauen mit Einwanderungsgeschichte und Frauen in herausfordernden Lebensphasen.
Gestalte Dein Leben selbst.
Lerne, an Dich zu glauben, gut für Dich zu sorgen und mit Zuversicht nach vorn zu schauen.
Du möchtest das auch? Dann kontaktiere mich.
Was ist
Resilienz?
„Resilienz ist die Aufrechterhaltung, bzw. schnelle Wiederherstellung psychischer Gesundheit während oder nach Widrigkeiten.“ (Kalisch 2017)

Was bedeutet Resilienz für Dich?
Resilienz ist die Fähigkeit, mit Belastungen, Krisen und Veränderungen umzugehen und dabei handlungsfähig zu bleiben. Mauritz (2021) beschreibt sie als Kompetenz, Probleme zu bewältigen und Lösungen zu entwickeln.

Resilienz heißt nicht, immer stark zu sein
Jeder Mensch darf traurig, gestresst oder unsicher sein. Resilienz bedeutet nicht, dass uns nichts belastet. Es bedeutet, dass wir lernen können, mit schwierigen Situationen gut umzugehen.

Was macht uns stärker?
Resilienz wächst durch Menschen, die uns unterstützen, Vertrauen in uns selbst, gute Möglichkeiten mit Stress umzugehen und Zeit für Erholung und Selbstfürsorge. Auch unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen spielen eine wichtige Rolle.
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Václav Havels

"Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern.
Heute bin ich weise und möchte mich verändern."
Rumi
Warum Resilienz heute wichtiger ist denn je?
Unsere Welt verändert sich schnell. Digitalisierung, Globalisierung, internationale Mobilität sowie Flucht, Migration und Einwanderung prägen zunehmend, wie wir leben und arbeiten. Auch gesellschaftliche Veränderungen und neue Anforderungen gehören zu unserem Alltag. Vieles ist heute weniger planbar als früher. Das kann Unsicherheit und Stress auslösen.
Dafür wird häufig der Begriff VUCA-Welt verwendet (VUCA steht für Volatility = Veränderlichkeit, Uncertainty = Unsicherheit, Complexity = Komplexität und Ambiguity = Mehrdeutigkeit). Er beschreibt eine Welt, die sich schnell verändert, schwer vorhersehbar und oft komplex ist.
Auch Migration und andere große Veränderungen können zusätzlichen Stress auslösen. Dieser wird unter anderem als Akkulturationsstress bezeichnet. Gemeint ist der Stress, der entstehen kann, wenn vertraute soziale Beziehungen, Rollen, Regeln oder Arbeitswelten ihre bisherige Bedeutung verlieren und wir uns an neue Lebenssituationen, Erwartungen und Umgebungen anpassen müssen.
Gerade in einer solchen Welt wird Resilienz immer wichtiger. Sie hilft uns, mit Stress, Unsicherheit und Veränderungen besser umzugehen, eigene Stärken und Ressourcen zu nutzen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Für Frauen kann das besonders wichtig sein, weil sie häufig unterschiedliche berufliche, familiäre und gesellschaftliche Anforderungen miteinander verbinden. Frauen mit Einwanderungsgeschichte können zusätzlich mit Anpassungsprozessen und strukturellen Barrieren konfrontiert sein. Resilienz kann dabei helfen, handlungsfähig zu bleiben und Veränderungen mit mehr Zuversicht zu begegnen.
Weg vom Defizitblick – hin zur Ressourcenstärkung
Auch die Salutogenese nach Aaron Antonovsky, die aus seinen Stressstudien hervorgegangen ist, eröffnet einen wichtigen Perspektivwechsel. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, warum Menschen krank werden, sondern wodurch Gesundheit trotz belastender Lebensumstände erhalten und gefördert werden kann.
Aus salutogenetischer Sicht gehören Stressoren zum Leben. Entscheidend ist, über welche Widerstandsressourcen Menschen verfügen, um mit Belastungen konstruktiv umzugehen. Resilienz kann dabei als eine zentrale Gesundheitsressource verstanden werden. Sie stärkt die Fähigkeit, Herausforderungen zu bewältigen und ein Kohärenzgefühl zu entwickeln. Damit ist das Vertrauen gemeint, dass Situationen verstehbar, bewältigbar und sinnvoll sind. Ein starkes Kohärenzgefühl kann Menschen dabei unterstützen, psychisch gesund und handlungsfähig zu bleiben.
Wie entsteht unser Habitus – und welche Rolle spielt er für unsere Resilienz?
Unser Habitus entwickelt sich durch unsere sozialen Erfahrungen, unsere Herkunft, unser Umfeld sowie durch gesellschaftliche Normen und Erwartungen. Er beeinflusst, wie wir denken, fühlen, handeln und mit Herausforderungen umgehen.
Auch unsere Resilienz entsteht nicht unabhängig von diesen Erfahrungen. Sie wird unter anderem davon geprägt,
- welche Ressourcen uns zur Verfügung stehen
- welche gesellschaftlichen Möglichkeiten oder Begrenzungen wir erfahren
- wie wir gelernt haben, mit Belastungen umzugehen
- und welche Formen von Unterstützung und Anerkennung wir erleben
Deshalb verstehe ich Resilienz nicht nur als individuelle Fähigkeit, sondern auch als Ausdruck sozialer Erfahrungen und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen
Resilienz und Emotionen
Emotionen begleiten uns in allen Lebensbereichen. Sie beeinflussen, wie wir denken, handeln, Entscheidungen treffen und mit Belastungen umgehen. Besonders in herausfordernden Situationen zeigen sich häufig Gefühle wie Stress, Überforderung, Unsicherheit, Angst oder Erschöpfung.
Resilienz bedeutet nicht, schwierige Emotionen zu verdrängen oder immer positiv zu sein. Vielmehr geht es darum, Gefühle bewusst wahrzunehmen, zu verstehen und konstruktiv mit ihnen umzugehen.
Ein achtsamer Umgang mit Emotionen kann dabei unterstützen:
- Stress besser zu bewältigen
- innere Stabilität zu stärken
- eigene Bedürfnisse wahrzunehmen
- Grenzen bewusster zu setzen
- Konflikte reflektierter zu gestalten
- handlungsfähig zu bleiben

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